Erfolgreicher Saisonstart in Innsbruck

Jedes Jahr Ende April richtet die deutschsprachige Trailrunningszene die Augen nach Innsbruck. Dann findet in der Tiroler Landeshauptstadt das Innsbruck Alpine Trailrun Festival (IATF) statt, welches einen idealen Einstieg in die Trailrunning Saison bietet und somit auch einen ersten Formcheck für die Cracks aus Deutschland, Österreich und der Schweiz darstellt. Streckenlängen zwischen 15 und 85 Kilometern in und um die Tiroler Hauptstadt Innsbruck sollten sowohl Anfänger als auch Profis für die junge Sportart Trailrunning begeistern. Mit dabei natürlich die Läufer des Team Gamsbock: Maria Koller, Steffi Koller, Markus Mingo, Martin Mühlbauer und Michael Münsterer.

29.04.2017: Alpine Trailrun Festival Innsbruck - © Marco Felgenhauer © Marco Felgenhauer / woidlife photography

Die Wetterkapriolen der Vortage machten es den Organisatoren nicht leicht: Reichlich Neuschnee und Lawinengefahr auf den Strecken zwangen die Macher des IATF immer wieder zu kurzfristigen Planänderungen hinsichtlich Pflichtausrüstung und Streckenwahl. Letztlich entschieden sich die Veranstalter für die vernünftigste und einfachste Lösung: Die Teilnehmer des „Heart oft the Alps – K85 Laufes“ starteten auf derselben Strecke wie die  Teilnehmer des „Panorama Ultra Trail – K65“ – nur zwei Stunden früher. Trotz geringfügiger Streckenänderungen bot das Innsbruck Alpine Trailrun Festival seinen fast 1600 Teilnehmern wieder einen abwechslungsreichen Mix aus städtischen Sehenswürdigkeiten und alpinen Trails. Kurze Strecken durch die Landeshauptstadt Innsbruck vorbei an historischen Monumenten wie dem Goldenen Dachl und der Bergiselschanze zählten wie die Querung der mittelalterlichen Haller Altstadt durch enge Gassen und Treppen zu besonderen urbanen Trailhighlights. Im Mittelpunkt standen jedoch eindeutig die unberührte und facettenreiche Naturlandschaft der Tiroler Alpen mit flowigen Trails um die Landeshauptstadt.  Ein international stark besetztes Teilnehmerfeld stand Samstag, den 29. April 2017 an den Startlinien der fünf Wettbewerbe, wobei der Großteil der Athleten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz stammte. So waren die Wettbewerbe hart umkämpft und am Ende standen einige der stärksten Athleten des deutschsprachigen Raumes auf dem Podium.

Maria Koller auf der Marathondistanz eine Klasse für sich

Richtig schnell zur Sache ging es über die Marathondistanz mit Start am Natterer See. Das starke Läuferfeld um Moritz auf der Heide (GER) und Lukas Nägele (GER) gab von Beginn an mächtig Gas und schenkte sich nichts über die 41 Kilometer und 1100 Höhenmeter. Am Ende gewann der bärenstarke auf der Heide (Scott Trailrunning Team) mit einem Durchschnittspace von 4:10min/km in 2:51:30 vor dem neuen österreichischen Staatsmeister Sebastian Falkensteiner (2:55:00) und Alister Bignell (GBR, 3:00:04). Trotz österreichischer Staatsmeisterschaft konnte bei den Damen Maria Koller aus dem Bayerischen Wald keiner annähernd Paroli bieten. In unfassbaren 3:20:03 siegte sie mit über 15 Minuten Vorsprung vor Andrea Vlasakova (CZE, 3:38:49) und Laetitia Pibis (AUT, 3:42:27). Zeitgleich mit ihr lief Michael Münsterer als 17. Mann über die Ziellinie. 50 Minuten später folgte Steffi Koller auf dem beachtlichen 8. Rang der Damenwertung.

Markus Mingo holt sich den 2. Platz beim K65 Panorama Ultratrail

Ein Brett zum Saisoneinstieg hat sich Markus Mingo ausgesucht: Den K65 Panorama Ultratrail über 68 Kilometer und 2300 Höhenmeter. Es war ein Rundkurs mit Start und Ziel in der Innsbrucker Altstadt. Um 8:00 Uhr fiel der zeitgleiche Startschuss der K25 und der K65 Distanz. Entsprechend flott ging es auf die ersten Kilometer und schon bald kristallisierte sich ein Führungstrio um den Schweizer Salomon Athleten Adrian Brennwald, Markus Mingo und dem Zweitplatzierten des U.TLW 2015, Lukas Sörgel (GER), heraus. Der K25 Trailhalbmarathon (28 Kilometer, 1100 Höhenmeter) endete dabei am Natterer See, wo sich Martin Mühlbauer nach 2:15:30 einen starken 6. Platz sicherte. Für das Führungstrio des K65 ging es hier nach 2:18h durch den Checkpoint und Brennwald konnte sich auf den folgenden Kilometern entscheidend absetzen. Der Schweizer brachte seinen Sieg nach 5:47:42 vor Mingo (5:56:02) und Sörgel (6:04:44) nach Hause.

Alles in allem ein sehr gelungener Saisonauftakt für die Trailrunner aus dem Bayerischen Wald, die dieser Veranstaltung einmal mehr ihren Stempel aufgedrückt haben.

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Rennberichte der Gamsböcke:

Marias Rennbericht

Martins Rennbericht