IATF 2017: Marias Rennbericht

Mit einem Auto voller „Gamsböcke“ traten wir am Freitag den Weg nach Innsbruck zum 2. Trailfestival und Eröffnung der Trailsaison an. Mein erster Wettkampf seit der WM im letzten Jahr und der erste Traillauf nach meiner Verletzung. „Kann ich es überhaupt noch?“ – diese Frage beschäftigte mich die Tage vor Innsbruck ständig. Gemischte Gefühle machten sich während der Fahrt nach Österreich bemerkbar. Einerseits die Angst, nicht mehr richtig in Form zu sein, andererseits die Freude endlich wieder die Trails unsicher zu machen. Mit gemischten Gefühlen stand ich also am Samstagmittag mit einer großen Truppe aus dem Bayerischen Wald beim Start am Natterer See.

29.04.2017: Alpine Trailrun Festival Innsbruck - © Marco Felgenhauer © Marco Felgenhauer / woidlife photography

Ein sehr abwechslungsreicher und gut laufbarer Kurs lag vor uns. Von Beginn an versuchte ich, das Lauftempo sehr hoch zu halten und konnte mich so früh an die Spitze setzen. In einer Vierergruppe bewältigten wir Etappe um Etappe. Abwechselnd bestimmte einer der Truppe das Tempo, Zeit für ein Späßchen blieb dennoch. Vorbei an der Skisprungschanze, durchquerten wir das Städtchen Hall in Tirol und machten uns von dort aus auf die letzten 15km Richtung Innsbruck. Auf der Strecke passierten wir zahlreiche 65km-Läufer, die uns voller Begeisterung anfeuerten. „Du bist die erste Frau“ – ein Satz, den ich voller Freude vernahm und der mich bis zum Schluss voll motivierte! Von den gegebenen Höhenmeter und dem Streckenprofil hatte ich im Kopf, dass die letzten 3km bergab gingen. Wiederum eine Tatsache, die mir die abschließenden Kilometer leichter machten. In Innsbruck angekommen konnte ich die letzten Meter unter Zuschauerjubel noch einmal richtig genießen und überquerte voller Begeisterung, glücklich und stolz auf meine Leistung die Ziellinie!

Ein gelungener Einstieg in eine hoffentlich gesunde und „Spaß machende“ Trailsaison!