IATF 2017: Martins Rennbericht

„Zefix nomoa des gibt’s o ned , wos is an des fir a Sch…“ hab ich mir gedacht als wir am Freitag auf der Autobahn Richtung Garmisch- Partenkirchen unterwegs waren. Es schneite ganz schön heftig und es ging nur schleppend voran. Insgesamt waren wir 5 ½ Stunden  von Bad Kötzting nach Innsbruck unterwegs. Zum Glück hatten wir einen bärenstarken Fahrer mit Miche Münsterer und das Carbo Loading war durch Maria auch sichergestellt. Markus und ich hatten ganz schön zu tun um alles zu vertilgen. Ich war richtig erleichtert als wir in Innsbruck ankamen und sogar noch unsere Startunterlagen mit 30 minütiger Verspätung empfangen konnten. Auf uns warteten schon Steffi und Marco die für die Unterkunft gesorgt hatten. Organisatorisch alles bestens geplant.

Am nächsten Tag. Falsche Welt. Ich traute meinen Augen nicht als ich vom Zimmer hinausschaute. Sonnenschein. Kopf und Körper auf eine harte Schlacht vorbereitet. Wir Waidler sind hart, ganz hart und schlechtes Wetter spielt uns schon in die Karten. Wer am Arber trainiert der ist alles gewohnt. Doch ich müsste lügen, wenn ich sagen würde ich laufe lieber im Regen als bei Sonnenschein. Punkt 0800 starteten wir im Innsbrucker Zentrum am Landestheater bei 6°. Das Anfangstempo war mit 3:50/KM zügig aber nicht zu schnell und so konnte ich in der zweiten Gruppe Fuß fassen. Zum ersten Checkpoint verlief ein schöner Single Trail und machte echt gut Laune zu laufen. Angekommen am Checkpoint musste man wieder ca. 500m zurück zur Strecke laufen, plötzlich lief mir Markus entgegen. Der Start der 65K war zeitgleich mit meinem. „ Herrgott, der Deife is heid wieda beianada, wahnsinn“ dachte ich mir. Da kam mir dann schon der Gedanke ein bisschen langsam unterwegs zu sein, und so flog ich den Downhill abwärts und dieses Bergab Stück lag mir schon sehr. Ein schön verwurzelter Singletrail, hier konnte ich Boden gut machen, sogar zwei Läufer überholen. Die Strecke beinhaltete alles. Asphalt, Schotter und schöne, flowige Trails. Ich war richtig im „Flow“, schon lange hatte ich kein solchen Spaß bei einem Wettkampf. So lief ich auf die vor mir liegende Gruppe  auf. Ich dachte mir, hier geht noch was, doch bei KM 25 hat es mich dann dermaßen paniert. Ich konnte das Tempo nicht mehr halten, verlor noch einen Platz und lief nach 28KM als 6. ein.

Fazit:

Ich war zufrieden mit der Platzierung. Es war echt ein geiles Rennen. Die Rahmenbedingungen waren Top. Mit Marco und Steffi Felgenhauer hatten wir auch ein super Versorgerteam auf der Strecke. Was will man mehr. Für mich war der Innsbruck Trail eine tolle Erfahrung. Zum Glück war das Wetter schließlich doch noch hervorragend und die Strecke ging wirklich wunderbar zu laufen. Leider bin ich persönlich kein Fan davon, die Siegerehrung relativ spät abzuhalten. Es war eine ganz schöne Warterei bis wir dann endlich um 2115 nach Hause fahren konnten.

Text: Martin Mühlbauer

Foto: Marco Felgenhauer