Team Gamsbock bei den Infinite Trails in Bad Hofgastein

Team Gamsbock mit starkem Ergebnis beim Prolog – 7. Platz im international stark besetzten Starterfeld für Markus, Martin und Michael

Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Maria Koller und Wolfgang Hochholzer fuhr das Team Gamsbock dezimiert zur inoffiziellen Team-Weltmeisterschaft der Trailrunner nach Bad Hofgastein.

Ein innovatives Rennformat mit Prolog (Freitag) und Staffelrennen mit Jagdstart (Sonntag) weckte das Interesse der Läuferinnen und Läufer aus dem Lamer Winkel. Mit dabei waren neben Teamchef Max Hochholzer auch Markus Mingo, Michael Münster, Martin Mühlbauer, Lucia Haböck und Johannes Schmid.

Team Gamsbock I: Markus Mingo, Martin Mühlbauer, Michael Münsterer

Ambitionierter Sport am Freitag

Bereits im Vorfeld herrschte aufgrund der langen An- und Abreise teamintern große Verwunderung über die Startzeit am Freitag (17 Uhr) und die geplante Siegerehrung am Sonntag (22 Uhr).

„Der Freitag war für uns schon ziemlich stressig. Für jemanden der arbeitet und noch fast 4 Stunden nach Bad Hofgastein fahren muss ist der Start um 17 Uhr (wer um 16 Uhr nicht eingecheckt hatte durfte nicht mitlaufen) schon sehr früh.“, sagte Markus nach dem Prolog.

Der Prolog sollte eigentlich über 19km und 1.500Hm auf den Stubnerkogel führen. Aufgrund der Wetterverhältnisse im Gipfelbereich wurde das Ziel kurzfristig – und ohne die Läufer vorab zu informieren – auf die Mittelstation (16k, 1120hm) verlegt. Für das Team Gamsbock liefen Markus, Martin und Michael im international stark besetzten Rennen auf einen guten 7. Platz.

Das Ziel an der Mittelstation erreichten die Läuferinnen und Läufer vom Team Gamsbock wohlbehalten.

Markus Mingo:               1:30:26

Martin Mühlbauer:        1:37:51

Michael Münsterer:       1:43:36

Johannes Schmid:         1:43:55

Lucia Haböck                  2:14:45

 

Den Freitagabend ließ das Team bei bester Stimmung und im Gespräch mit vielen Freunden und Bekannten aus der Trailrunningszene auf dem Stubnerkogel ausklingen. Perfekt organisiert und sehr großzügig (Pastaparty!) präsentierten sich hier die Adidas Infinite Trails.

Entspannung am Samstag

Den freien Tag am Samstag verbrachte das Team mit moderatem Sport (Radlfahren, Therme, lockerer Lauf) in und um Bad Hofgastein. Vor allem der opulente Athleten-Brunch im Herzen von Bad Hofgastein trugen zu einer sehr entspannten Atmosphäre bei.

Ernüchterung am Sonntag

Früh sollte es für Martin am Sonntagmorgen losgehen. Um 4 Uhr hätte der Start der ersten Stecke erfolgen sollen. Per SMS informierte der Veranstalter kurz vor knapp, dass der Start aufgrund der Wetterverhältnisse verschoben wird. Wecker erneut stellen, hinlegen und nochmals vorbereiten.

Auch das nochmalige verschieben des Starts half nichts mehr. Der Veranstalter entschied sich um frühen Sonntagmorgen das Rennen erst gar nicht starten zu lassen – zum absoluten Unverständnis vieler Läuferinnen und Läufer.

Die unerwartete Absage des gesamten Rennens vermieste die Stimmung beim Team Gamsbock nur kurzzeitig. Schnell war klar, dass das Wetter bei weitem nicht so schlecht war, wie vom Renndirektor beschrieben. Davon überzeugte sich Markus und Martin bei einem Lauf hinauf zum Gamskarkogel. „Wir haben uns die gesamte Loop1 inklusive dem höchsten Punkt des Rennens (Gamskarkogel: 2467m) angeschaut und es war alles gut laufbar. Schade, dass nicht einmal Alternativstrecken vorgesehen waren“, erklärte Markus nach seiner Rückkehr nach Bad Hofgastein.

Max, der seit Jahrzehnten die internationalen Sportevents am eigenen Leib erlebt, blickte mit gemischten Gefühlen auf das Event. „Diese Veranstaltung hat mit Sicherheit neue Maßstäbe in der Trailrunningszene gesetzt. „Alles hat gefunkelt, alles war größer, schöner perfekter, als das was ich bisher bei Trailrennen gesehen habe. Im blinkenden, riesigen Zielbereich war der Hauptsponsor so präsent, dass der Trailrunner fast zur Nebensache zu werden schien. Die Formalitäten waren nicht nur mir und unseren Läufern einen Tick zu formal und bürokratisch. Lockerheit, was Trailrunning auszeichnet, war hier Fehlanzeige“, sagte Max am Sonntagvormittag.

Etwas ungewohnt war der Streckenverlauf des Prologs. „Ein flacher Straßenlauf mit Berglauf in der zweiten Hälfte kam in dieser Kombination bei den Trailrunnern eher wenig an. Der zweite Teil hätte sicher auch genügt. Top war aber die Stimmung und Verpflegung anschließend auf der Bergstation“, beschreibt Max den Freitag.

Nach Aussage von Max müsse man die Entscheidung der Rennleitung, das Rennen wegen schlechten Wetters abzusagen, grundsätzlich akzeptieren.

Als Außenstehender kennt man nicht alle Gründe für die Absage. Doch völlig unverständlich ist für das Team Gamsbock, dass man bei so einem durchgeplanten Großevent keine laufbare Alternativstrecke anbieten kann. Durch eine alternative Strecke hätte sich der Frust vieler Läuferinnen und Läufer deutlich in Grenzen gehalten.